Zum sechsten Mal fand in der vergangenen Woche der Schüleraustausch der Carl-Helbing-Schule Kaufmännische Schulen in Emmendingen mit der Comprehensive Highschool in Beit Jann im Norden Israels statt. Beit Jann liegt ca. 15 km südlich von der libanesischen Grenze entfernt. Es ist ein Dorf, das von der religiösen Minderheit der Drusen bewohnt wird. Schulleiter Ali Salalha kam mit einer Gruppe von 12 Schülerinnen und Schülern nach Emmendingen. Seine Frau und eine Lehrerin begleiteten die Gruppe. Schulleiterin Ulrike Börnsen und die Austauschpartnerinnen und Austauschpartner begrüßten mit den Eltern die Gruppe. Da die Emmendinger Schule bereits im April 2018 die Beit Janner Schule besuchte, kannten sich die Jugendlichen schon. Es war ein freudiges Wiedersehen.


Bild (C-H-S): Die israelischen Schülerinnen und Schüler bei ihrem Freiburgbesuch mit ihrem Schulleiter Ali Salalha (vorne hockend)



Christiane Becker und Lars Franßen, die regelmäßig mit großem Engagement den Austausch organisieren, hatten ein interessantes Programm zusammengestellt. Gemeinsam starteten die israelischen und deutschen Schülerinnen und Schüler zu den Vogtsbauernhöfen nach Gutach, zu Ausflügen nach Freiburg, Straßburg und Waldkirch. In Waldkirch besuchten sie auch die Firma Sick, wo sie eine interessante Führung durch die Produktion bekamen. Danach ging es zum Tretbootfahren auf den Stadtrainsee. Begleitet wurden sie jeweils von Lehrkräften der Carl-Helbing-Schule.
Die Woche endete mit einem gemütlichen Beisammensein am Abend im Schulhof der Carl-Helbing-Schule mit den Gastfamilien.

Beiden Schulleitern ist der Austausch wichtig, um den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich in andere Lebensgewohnheiten und Kulturen reinzudenken und die unterschiedlichen Auffassungen von Familie, Freundschaften und Gemeinschaft zu erleben. Daher gehört ein programmfreier Tag, an dem die israelischen Schülerinnen und Schüler mit den Gastfamilien etwas unternehmen, dazu. Beide Schülergruppen verständigen sich in der Fremdsprache Englisch. „Es ist schon immer wieder eine Herausforderung für unsere Schülerinnen und Schüler sich auf das Neue einzulassen – und auch für die Lehrerinnen und Lehrer,“ so Schulleiterin Börnsen.
Ihr israelischer Kollege Ali Salalha betont dabei noch, dass es für seine Schülerinnen und Schüler wichtig sei, sich international zu bilden. Die Schule liege in einer Region, die als arme Region im ländlichen Raum gelte. Daher könnten seine Schüler nur durch Bildung und Weltoffenheit für sich und die Region etwas tun. Gerade nach Verabschiedung des neuen Nationalgesetzes in Israel ist es den beiden Schulleitungen wichtig, diese deutsch-israelische Freundschaft zu pflegen. Die Drusen fürchten nämlich Nachteile aufgrund des neuen Gesetzes in Israel zu haben. Die Drusen sind arabisch geprägt, dienen aber immer in der israelischen Armee und bekennen sich zum israelischen Staat.

Die Comprehensive Highschool ist eine Gesamtschule mit über 1.200 Schülerinnen und Schülern, die seit 2013 den ersten Platz im Abiturranking von Israel belegt. Während der Woche in Emmendingen erfuhr der Salalha vom israelischen Schulministerium, dass sie auch dieses Jahr wieder den ersten Platz im Notenranking hätten. Frau Börnsen gratulierte ihrem israelischen Kollegen als Vertreter der Schule für diese Leistung.

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Für weitere Informationen steht die Schulleiterin Frau Ulrike Börnsen unter 07641 - 465-300 zur Verfügung.

 

 

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